Klassenprojekte
Klasse 6.2 | Biologieprojekt Prägung ( "Wenn es im Ei piept")
Ausgelöst von der Tatsache, dass im privaten Bereich eines Biolehrers und zweier Schülerinnen Hühner gezüchtet werden, hat die Klasse 6.2 einem Projektunterricht durchgeführt zum Thema „Wenn es im Ei piept". Die Unterrichtsequenz begann mit dem Erlebnis eines piependen Hühnereies: Die Schüler bestaunten ein Ei, aus dem ca. ein Tag vor dem Schlüpfen deutlich vernehmbare Pieptöne nach außen drangen.
Den interessanten Moment verpassten die Schüler leider, denn das geschah um 23:00 Uhr in der Brutmaschine. Dafür wurde das Küken am nächsten Morgen inoffiziell eingeschult, vom Klassenlehrer vorgestellt und auf den Namen „Lümmel" getauft.

Während sich zwei Schülerinnen, nämlich Lina und Jenny, über Tage hinweg der Pflege von Lümmel widmeten, ihn mit nach Hause nahmen und betüddelten, entsprangen zwei weitere Küken dem Brutapparat. Diese wurden aber ohne Kontakt zu Artgenossen oder Menschen aufgezogen.
In der Folgezeit erfuhren die Schüler die Grundlagen der Prägung (in der Verhaltensforschung) und erlebten, dass Lümmel einem Menschen hinterher lief und mit ihm kommunizierte, während seine Geschwister teilnahmslos in der Gegend herumstanden. Das ergab wiederum einen thematischen Ausflug zu Kaspar Hauser. Die anschließenden Beobachtungen konzentrierten sich auf die Unterscheidung von angeborenem und gelerntem Verhalten.
Nach Ende dieses Projekts wurden alle drei Küken einer Hühnerglucke untergemogelt, die sie gleich annahm. Lümmel brauchte zwanzig Minuten um seine neue Mutter zu akzeptieren. Und so leben sie alle zusammen glücklich auf der grünen Wiese.
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