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HRS Remlingen veranstaltet Informationsreihe zum Thema "Medienkompetenz"

Bereits im November fand in der Schulaula der erste Medienkompetenzabend statt. Die Nachmittags-AG „Medienkompetenz" hat diesen Elternabend unter Leitung von Frau Nolte geplant und durchgeführt.

Im ersten Teil stellten Schülerinnen und Schüler Beispiele aus den Bereichen Instant Messenger, Chat und soziales Netzwerk (ICQ, Skype, Knuddels, Schüler-VZ) vor. Ebenfalls vorgestellt wurde das Online-Spiel WoW (World of Warcraft). Dabei konnte live bzw. simultan jeder Schritt über Beamerprojektion detailliert veranschaulicht werden. Es wurden Erfahrungen eingebracht und Rückfragen der Eltern so beantwortet, dass auch Nichteingeweihte die Zusammenhänge mitvollziehen konnten. Alle Schülerinnen und Schüler erwiesen sich technisch versiert und gestalteten ihre Vorträge mit großem Engagement.

In der Nachbetrachtung wurde deutlich, dass diese Kommuni- kationsebene für die heranwachsende Generation faszinierend und selbstverständlich zugleich ist. Problemfelder, wie Nutzungsmissbrauch, Preisgabe privater Daten, Konsequenzen virtueller Kontaktaufnahme und täglicher Zeitaufwand, werden kaum thematisiert. Hier sind Eltern, Medien und Lehrerschaft gefordert einzuwirken, zumal Gesetzgebung und rechtliche Kontrollmöglichkeiten der Entwicklung weit hinterherhinken.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde ein kurzer Querschnitt übelster Internetangebote und -darstellungen gezeigt. Dazu hatten, nachdem alle Minderjährigen den Raum verlassen hatten, Herr Heltzel (Präventions- und Jugendschutzbeauftragter des Landkreises Wolfenbüttel) und Frau Kniep (Präventionsbeauftragte der Polizei Wolfenbüttel) Beispiele ausgewählt, die von jedem Inter- netnutzer aufgerufen werden könnten.
In der anschließenden Diskussion wurde herausgestellt, dass es nur begrenzten Schutz vor missfälligen Internetseiten gibt. Viele Betreiber haben zudem ihren Sitz im Ausland und sind rechtlich schwer zu belangen. Eltern haben die Möglichkeit, durch Verwendung von Filtersoftware Einschränkungen vorzunehmen. Persönliche Aufsicht ist aber gerade bei jüngeren Kindern unerlässlich. Mit Jugendlichen sollten feste Vereinbarungen getroffen werden. Kommt es zu unliebsamen Erfahrungen, sind Eltern zunächst die wichtigsten Gesprächspartner und stehen in der Verantwortung. Auch Jugendamt und Polizei müssen sich zunehmend mit Auswirkungen der missbräuchlichen Internetnutzung auseinandersetzen (weltweit hat sich die Zahl der Internetnutzer in den letzten 5 Jahren verdoppelt auf aktuell 1,2 Milliarden!). Hier gibt es persönliche und rechtliche Hilfestellung sowie umfangreiches Informationsmaterial.
Das Ziel muss sein, Kinder und Jugendliche zu befähigen, verantwortungsvoll mit den neuen Medien umgehen zu können und Gefahren rechtzeitig zu erkennen.
Als weiteres Thema für das nächste Jahr ist vorgeschlagen: Formen und Gefahren der Handynutzung.
Es besteht auch die Möglichkeit, eigene Themenvorschläge einzubringen und gemeinsam mit Eltern und Schülern weitere Informationsabende und Workshops zu gestalten. Die Schule wird rechtzeitig auf die Veranstaltungen hinweisen.
Als sehr informativ empfehlen wir die Website der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz: » www.klicksafe.de
Fortsetzung: » 1. LAN-Party in der HRS Remlingen
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